Blutgruppeninkompatible LebendspendeHome » Behandlungen » Blutgruppeninkompatible Lebendspende

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Vorbereitung auf eine Blutgruppeninkompatible Lebendspende  - (AB0 inkompatible Transplantation): Zum einen wird die Menge (Titer) der gegen die fremde Blutgruppe gerichteten Antikörper bestimmt. Sollte diese Titer nicht zu hoch sein, so ist erst einmal kein Einwand gegen eine potenzielle Transplantation zu erheben.
 
Daneben wird ein Test auf die sogenannte Gewebeverträglichkeit gemacht. Darunter versteht man die Neigung des Empfängers das Gewebe des Spenders abzustoßen. Dieser Test wird als Cross-match bezeichnet. Dabei wird überprüft, ob im Blut des Empfängers Antikörper exisitieren, die gegen Antigene auf der Oberfläche von Entzündungszellen des Spenders gerichtet sind. Dabei interessieren insbesondere die Antikörper gegen die sogenannten HLA-Antigene. Ist dieser Test positiv, so kann auf gar keinen Fall eine Transplantation durchgeführt werden, da diese Klasse von Antikörpern nicht verlässlich unterdrückt werden kann.

Sollten sich in diesen beiden Testverfahren keine Kontraindikationen ergeben, kann mit der weiteren Evaluation fortgefahren werden.

Sowohl der Empfänger, als auch insbesondere der Spender, werden wie unter dem Punkt "Lebendspende - Vorbereitung" dargestellt eingehend untersucht und die Operabilität detailliert überprüft. Weitere, über die Maßnahmen hinausgehende Untersuchungen sind für die AB0 inkompatible Transplantation nicht notwendig.
 
Nach der erfolgreichen Evaluierung kann die Transplantation geplant durchgeführt werden. Eine gute zeitliche Planung ist hier sehr wichtig. Im Gegensatz zu einer Leichennierentransplantation fängt die medikamentöse Vorbereitung auf die Transplantation bereits ca. einen Monat vor der Operation an.

Kliniken, die diese Behandlung anbieten:

Universitätsmedizin Rostock