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Extrakorporale Albumindialyse (ECAD) ist eine Blutreinigungsmethode, die von der Dialyse abgeleitet wurde. Wie bei der Dialyse wird das Blut aus einer Vene gepumpt und fließt durch ein Filtersystem, bestehend aus Hohlfasermembranen, die aus Polymeren bestehen. Das Filtersystem ist von einer reinigenden Lösung umgeben, die Albumin enthält, welches die Toxine durch die Poren zieht und wertvolle Proteine und Blutzellen erhält. Albumin erhöht den Abtransport von Giftstoffen durch Blutreinigung außerhalb des Körpers und gibt ihr den Namen "Extrakorporale Albumindialyse".

Während der Studien wurde eine überraschende Wirkung der Albumindialyse entdeckt: Sie entlastete Patienten, die an Pruritus (Juckreiz) litten. Weitere Studien bestätigten, dass auch andere schädliche Stoffe, die sich tendenziell auf gesunde Proteine aufsetzen, wie beispielsweise Gallensäuren, die Pruritus auslösen, erfolgreich durch ECAD entfernt wurden.

Prinzip der Albumindialyse
In unserem Körper bindet das Eiweiß Albumin im Normalfall die Giftstoffe und transportiert sie zur Leber. Dort werden diese neutralisiert und abgebaut. Bei Patienten, bei denen diese Entgiftungsfunktion stark beeinträchtigt ist, verbleiben die Giftstoffe im Blut und können auf lange Sicht Nervenfunktionen und andere wichtige Organe und Systeme schädigen. Die Lebergifte konnten aufgrund ihrer Wasserunlöslichkeit bisher nicht durch Dialysemembranen hindurch wandern. Sie saßen an den Eiweißen fest.

Bei der Albumindialyse filtern spezielle Transporteiweiße mit freien Bindungsstellen die Giftstoffe hinter einer speziellen Membran aus dem Blut. Durch die Auswahl des "Lock-Eiweißes" ist die Art und Menge im Hinblick auf den Gifttransport steuerbar.
Während der Behandlung sind Sie über einen Venenkatheter direkt mit dem Albuminkreislauf verbunden. Die Lebergifte werden dabei kontinuierlich in das Dialysat transportiert und damit aus dem Blut entfernt. Nach der Entfernung der Gifte werden die Albumin-Moleküle gereinigt und innerhalb des geschlossenen Gesamtkreislaufes zur Membran zurückgeleitet, wo sie erneut Toxine aus dem Blut aufnehmen können.